Laufzeit einer Akku-Tischlampe: Wie viele Stunden brauchst du wirklich?

Von Jon S Fernandez · Aktualisiert
Laufzeit einer Akkulampe und Akkudauer im Überblick

Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen einer Akkulampe und einer herkömmlichen Lampe ist ihr Akku. Dank ihm kann die Lampe Licht spenden, ohne an das Stromnetz angeschlossen zu sein, solange der Akku ausreichend geladen ist. Doch nicht alle Akkus in tragbaren Lampen sind gleich. Manche haben eine höhere Kapazität als andere, was zu einer längeren Laufzeit führen kann. Wie lange die Lampe tatsächlich funktioniert, hängt jedoch auch von ihrem Stromverbrauch ab.

Bei der Wahl einer Akkulampe mit langer Laufzeit geht es daher nicht einfach darum, das Modell mit der höchsten angegebenen Betriebsdauer zu finden. Wie viele Stunden brauchst du also wirklich? Und wie lässt sich die Laufzeit einer Akkulampe ungefähr berechnen?

Wenn du diese Zusammenhänge kennst, kannst du leichter eine kabellose Lampe auswählen, die zu deinem Einsatzzweck passt. Möchtest du eine batteriebetriebene Lampe hauptsächlich zu Hause verwenden, ist eine besonders lange Laufzeit möglicherweise weniger wichtig als andere Eigenschaften, da du sie in der Regel problemlos aufladen kannst. Soll die Lampe dagegen über längere Zeit ohne Zugang zu einer Steckdose verwendet werden, spielt die Akkulaufzeit eine deutlich größere Rolle.

Laufzeit einer Akkulampe berechnen

Faktoren, die die Laufzeit einer kabellosen Lampe beeinflussen

Wie viel Akkulaufzeit brauche ich wirklich?

LILAK: das richtige Verhältnis zwischen Laufzeit, Effizienz und Nutzen

Häufig gestellte Fragen zur Laufzeit einer Akkulampe

Laufzeit einer Akkulampe berechnen

In vielen technischen Datenblättern von Produkten mit Akku wird eine ungefähre Betriebsdauer in Stunden angegeben. Dieser Wert vermittelt einen Eindruck davon, wie lange das Produkt mit Akkustrom genutzt werden kann, ohne an das Stromnetz angeschlossen zu sein.

Doch wie lässt sich diese Laufzeit abschätzen? Dafür müssen wir zunächst zwei Angaben zum Akku kennen: seine Nennspannung und seine Kapazität.

Mit einer einfachen Formel lässt sich seine Nennenergie näherungsweise berechnen:

Energie (Wh) ≈ Nennspannung (V) × Kapazität (Ah)

Die wichtigsten Bestandteile der Formel sind:

  • Spannung (V): Gemeint ist hier die Nennspannung des Akkus, also ein Referenzwert für die Spannung, mit der er arbeitet. Je nach Akkukonfiguration können beispielsweise Werte wie 3,2 V, 6,4 V oder 12,8 V vorkommen.
  • Amperestunden (Ah): Sie geben die elektrische Ladungskapazität eines Akkus an.
  • Wattstunden (Wh): Sie geben eine Energiemenge an. Bei einem Akku lässt sich damit näherungsweise bestimmen, wie viel Nennenergie er speichern kann. Dieser Wert ist besonders hilfreich, um seine mögliche Laufzeit abzuschätzen.

Hat ein Akku beispielsweise eine Nennspannung von 3,2 V und eine Kapazität von 5 Ah, ergibt sich:

3,2 V × 5 Ah = 16 Wh

Der Akku hätte damit eine Nennenergie von ungefähr 16 Wh.

Unter idealen Bedingungen und bei einer rein theoretischen Berechnung könnten diese 16 Wh Folgendes versorgen:

  • ein Gerät mit 16 W für 1 Stunde;
  • ein Gerät mit 8 W für 2 Stunden;
  • ein Gerät mit 4 W für 4 Stunden.

Um die Laufzeit abzuschätzen, müssen wir daher zusätzlich ungefähr wissen, wie viel Leistung die Lampe benötigt:

Theoretische Laufzeit (h) ≈ Energie des Akkus (Wh) ÷ Leistungsaufnahme (W)

In der Praxis dienen solche Berechnungen lediglich als Orientierung und entsprechen nicht zwangsläufig der tatsächlichen Laufzeit. Nicht die gesamte Nennenergie des Akkus erreicht unbedingt die LED. In der Elektronik und bei der Energieumwandlung können Verluste entstehen. Hinzu kommen mögliche Begrenzungen durch das Batteriemanagementsystem. Auch der Zustand des Akkus, die Temperatur, die gewählte Helligkeitsstufe und weitere Faktoren beeinflussen die Laufzeit.

Akkukapazität und Laufzeit sind nicht dasselbe

Ein Akku mit höherer Kapazität kann eine längere Laufzeit ermöglichen. Die Angabe in Ah allein reicht jedoch nicht aus, um zu bestimmen, wie lange eine Lampe funktioniert.

Wenn Akkus mit unterschiedlichen Spannungen verglichen werden, ist die in Wh angegebene Energie aussagekräftiger. Um die Betriebsdauer abzuschätzen, muss außerdem berücksichtigt werden, wie viel Leistung die Lampe in der jeweils verwendeten Beleuchtungsstufe benötigt.

Deshalb können zwei Lampen mit scheinbar ähnlichen Akkus sehr unterschiedliche Laufzeiten bieten.

Faktoren, die die Laufzeit einer kabellosen Lampe beeinflussen

Wenn wir die ungefähr verfügbare Energie und den Stromverbrauch der Lampe kennen, können wir erstmals abschätzen, wie lange sie mit ihrem Akku funktionieren könnte. Es handelt sich jedoch weiterhin nur um eine Näherung.

Auch andere Faktoren, die mit dem Akku und der Nutzung der Akkulampe zusammenhängen, müssen berücksichtigt werden.

Ladezustand des Akkus

Die von Herstellern angegebenen Laufzeiten werden in der Regel unter bestimmten Testbedingungen und meist mit einem vollständig geladenen Akku ermittelt.

Ist unser 16-Wh-Akku nicht zu 100 % geladen, steht weniger Energie zur Verfügung. Entsprechend verkürzt sich auch die Zeit, in der er die Lampe mit Strom versorgen kann.

Die genauen Bedingungen, unter denen Hersteller die Laufzeit ermitteln, können unterschiedlich sein. Deshalb lohnt es sich immer, die technischen Daten des jeweiligen Produkts zu prüfen und, sofern angegeben, darauf zu achten, für welche Helligkeitsstufe die genannte Laufzeit gilt.

Akkutyp und Alterung

Auch die chemische Zusammensetzung des Akkus spielt eine wichtige Rolle.

Wiederaufladbare Akkus sind für zahlreiche Lade- und Entladezyklen ausgelegt. Durch ihre chemische Alterung kann die tatsächlich verfügbare Kapazität jedoch mit der Zeit allmählich abnehmen.

Dabei ist die Anzahl der Ladezyklen nicht der einzige Einflussfaktor. Auch Temperatur, Lade- und Entladebedingungen, die reine Alterung über die Zeit sowie die Art der Nutzung und Lagerung können sich auf die Lebensdauer des Akkus auswirken.

Deshalb kann eine Lampe nach mehreren Jahren Nutzung eine geringere Laufzeit bieten als mit einem neuen Akku.

Helligkeitsstufe und Stromverbrauch

Viele kabellose Lampen verfügen über mehrere Beleuchtungsmodi mit unterschiedlicher Leistungsaufnahme.

Wird eine niedrigere Helligkeitsstufe gewählt und verbraucht die Lampe dadurch weniger Energie, kann der Akku eine längere Laufzeit ermöglichen. Bei einer höheren Helligkeitsstufe steigt dagegen in der Regel der Energieverbrauch und die Laufzeit verkürzt sich.

Man kann es sich wie bei einem Lauf vorstellen: Verbrauchst du deine Energie in hohem Tempo, ist sie schneller aufgebraucht. Gehst du sparsamer damit um, hältst du länger durch.

Bei einer Lampe ist es ähnlich: Je höher die Leistungsaufnahme in einem bestimmten Modus ist, desto schneller wird die im Akku gespeicherte Energie verbraucht.

Wie viel Akkulaufzeit brauche ich wirklich?

Wie viel Laufzeit du bei einer kabellosen Lampe benötigst, hängt vor allem davon ab, wo und wofür du sie verwenden möchtest.

Soll die Lampe hauptsächlich zu Hause genutzt werden, wo sie normalerweise problemlos über eine Steckdose aufgeladen werden kann, musst du möglicherweise keine besonders hohe Akkulaufzeit priorisieren.

Auch der konkrete Einsatzzweck einer Akku-Tischlampe spielt eine Rolle. Zum Lesen oder für bestimmte Tätigkeiten kann auf der Arbeitsfläche mehr Licht erforderlich sein als für eine reine Stimmungsbeleuchtung. Lässt sich die Helligkeit der Lampe regulieren, führt eine niedrigere Stufe normalerweise zu einem geringeren Energieverbrauch und kann die Laufzeit verlängern.

Soll die Lampe über längere Zeit ohne Zugang zum Stromnetz verwendet werden, gewinnt eine hohe Akkulaufzeit deutlich an Bedeutung. In solchen Situationen kann es außerdem sinnvoll sein, über eine alternative Möglichkeit zur Stromerzeugung oder zum Aufladen zu verfügen.

Mehr Stunden Akkulaufzeit bedeuten daher nicht automatisch, dass eine Lampe besser ist. Entscheidend ist vielmehr, dass Akku und Stromverbrauch eine Laufzeit ermöglichen, die zum vorgesehenen Einsatz passt.

LILAK: das richtige Verhältnis zwischen Laufzeit, Effizienz und Nutzen

LILAK entwickelt wiederaufladbare tragbare Lampen für den Einsatz im Haushalt, deren Laufzeit je nach gewähltem Beleuchtungsmodus variiert.

So wie ein Läufer sein Tempo an die Strecke anpasst, kann auch der Nutzer die Helligkeit entsprechend dem jeweiligen Einsatzzweck einstellen. Ein Modus mit geringerem Energieverbrauch kann die Betriebsdauer verlängern, während eine höhere Helligkeitsstufe mehr Licht liefert, die verfügbare Energie aber schneller verbraucht.

Für Situationen ohne Zugang zum Stromnetz, etwa bei einem Stromausfall zu Hause, verfügt die kabellose Lampe von LILAK außerdem über ein manuelles System zur Stromerzeugung mithilfe eines Dynamos.

Das Design der Lampe zielt darauf ab, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Akkulaufzeit, Effizienz und praktischem Nutzen für unterschiedliche Einsatzsituationen zu schaffen.

Häufig gestellte Fragen zur Laufzeit einer Akkulampe

Sollte ein wiederaufladbarer Akku immer zu 100 % geladen bleiben?

Das hängt von der chemischen Zusammensetzung des Akkus und dem verwendeten elektronischen System ab. Bei einigen Lithium-Akkus kann ein dauerhaft vollständig geladener Zustand über längere Zeit die Alterung beschleunigen.

Soll die Lampe über einen längeren Zeitraum gelagert werden, sollten immer die konkreten Hinweise des Akku- oder Produktherstellers beachtet werden.

Verliert ein wiederaufladbarer Akku mit der Zeit an Laufzeit?

Ja. Wiederaufladbare Akkus unterliegen einer chemischen Alterung, wodurch ihre verfügbare Kapazität im Laufe der Zeit und mit zunehmender Nutzung allmählich abnehmen kann.

Wie schnell diese Alterung erfolgt, hängt unter anderem von der chemischen Zusammensetzung des Akkus, den Lade- und Entladezyklen, der Temperatur sowie den Nutzungs- und Lagerbedingungen ab.

Was tun, wenn sich ein wiederaufladbarer Akku nicht mehr laden lässt?

Hat ein Akku das Ende seiner Lebensdauer erreicht oder weist er ein ungewöhnliches Verhalten auf, sollte nicht versucht werden, ihn mit improvisierten Methoden wieder funktionsfähig zu machen.

Wenn möglich, sollte der Akku gemäß den Anweisungen des Herstellers ausgetauscht werden. Ist er fest im Produkt verbaut und kann nicht vom Nutzer gewechselt werden, sollte der zuständige Kundendienst kontaktiert und der gebrauchte Akku anschließend über die dafür vorgesehenen Recyclingwege entsorgt werden.

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